Revenue Management – Zeitfresser, Automatisierung und welche Tools *wirklich* wichtig sind

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Jun 3, 2022 12:56:00 PM

Zeit ist in der Hotellerie ein knappes Gut. Das stimmt heute mehr denn je.  

Umso wichtiger ist es, effizient und effektiv zu arbeiten. Nur so bleibt genügend Bandbreite für die wichtigsten und anspruchsvollsten Aufgaben.  

Gerade im Bereich Revenue Management gibt es hier bei vielen Hotels Verbesserungsbedarf. Hinter diesem vermeintlichen Problem versteckt sich glücklicherweise eine wertvolle Chance.  

Wenn wir es schaffen, die größten Zeitfresser aufzudecken und bessere Lösungen zu implementieren, gewinnen wir Zeit, um unsere Resultate erfolgreich zu optimieren.  

Sehen wir uns an, wie das geht – und warum für effektives Revenue Management nicht in jedem Hotel alles zu 100% automatisiert sein muss.  

 

An der richtigen Stelle automatisieren  

Dass Automatisierung Zeit spart, steht wohl außer Frage. Aber wie viel Automatisierung brauchst du in deinem Hotel? So nützlich Automatisierung sein kann, sie bringt oft auch hohe Kosten mit sich. Diese werden aber leider nicht von jedem Haus durch gesparte Zeit oder Zusatzumsätze wieder reingeholt. 

Im Bereich Revenue Management denke man beim Thema kostspielige Automatisierung zum Beispiel an vollautomatische Revenue Management Systeme, die Zimmerpreise sofort an jede Marktentwicklung anpassen.  

Wie oft aber sind diese Ratenänderungen für dein Hotel wirklich notwendig? Wenn sich dein Haus nicht in einem hochdynamischen Markt befindet, sind Preisanpassungen wahrscheinlich nur gelegentlich erforderlich. Das heißt, dass die Zeitersparnis und die Umsatzsteigerung, die du mit einem automatisierten RMS erreichen kannst, begrenzt sind. Das Preis-Leistungsverhältnis eines solchen Systems ist damit für viele Hotels bestenfalls zweifelhaft.  

 

Eine Alternative zum kostspieligen RMS  

Jetzt stellt sich also die Frage: Könntest du dir das Geld für das RMS sparen, deine Preise stattdessen bei Bedarf manuell ändern und trotzdem den gleichen Umsatz erzielen?  

Dafür muss man natürlich jederzeit wissen, was im Markt los ist. Hierfür braucht es aber kein ausgeklügeltes RMS. Eine ausführliche Marktanalyse reicht vollkommen aus und bringt einige Vorteile: 

Man lernt den Markt und die Konkurrenz im Detail kennen und wird besser darin, neue Trends in den Daten zu entdecken. Dies hilft, die Folgen der eigenen Entscheidungen besser zu begreifen: Wie reagiert der Markt auf meine Preisanpassungen? Und wie verschiebt sich dadurch meine Positionierung?  

Sich auf diese Weise mit Ihrem Umfeld auseinanderzusetzen, hilft dabei, das eigene Bauchgefühl und auch konkrete Handlungsvorschläge mit Daten zu untermauern und richtig auf neue Entwicklungen zu reagieren.  

Die Herausforderung dabei ist jedoch, dass die hierfür notwendigen Marktdaten nicht immer einfach zugänglich und schnell zu sammeln sind.  

Hier kommt nun der massivste Zeitfresser im Revenue Management ins Spiel:

 

Der größte Zeitfresser im Revenue Management  

Wer wissen will, was im Markt los ist, muss Daten sammeln und diese analysieren. Viele Revenue Manager machen das auch heute noch manuell: Sie sammeln interne, Markt- und Konkurrenzdaten in Excel-Tabellen, um anhand derer dann die Nachfrage zu analysieren und Preisentscheidungen zu treffen.  

Doch nur weil diese Praxis weit verbreitet ist, ist sie noch lange nicht die beste oder effektivste Lösung.  

Sie bietet nämlich bestenfalls einen Schnappschuss des Marktes, der in dem Moment veraltet ist, in dem sich die Situation auch nur geringfügig ändert. Dann sind die mühsam gesammelten Daten nicht mehr aktuell und Entscheidungen basieren auf unvollständigen Informationen. 

Das kommt heute häufig vor – die Märkte sind dynamischer und unberechenbarer denn je. Das heißt: Die Nachfrage kann sich ohne Vorwarnung ändern und auch die Konkurrenz reagiert vielleicht unerwartet. Aber jedes Mal von Neuem zu recherchieren, kostet viel Zeit und Energie und verlangsamt den Entscheidungsprozess.  

Bis man alle Daten beisammen hat, wurden die ersten Zimmer wahrscheinlich schon zu billig verkauft. Obwohl sich das gerade heute kein Hotel leisten kann, passiert es jeden Tag.  

Frag dich außerdem, ob Ihre Revenue- bzw. Reservierungsmitarbeiter wirklich Zeit für manuelle Marktrecherchen haben. Das klappt vielleicht gut, wenn wenig los ist und nicht zu viele andere Aufgaben anstehen. Aber sobald die Hochsaison anläuft und die tägliche To-Do-Liste wächst, bricht dieser Prozess zusammen und sie müssen wieder mit veralteten Daten arbeiten.  

Es muss also eine Alternative her, die du sowohl in ruhigen Zeiten als auch bei Hochbetrieb aufrechterhalten kannst.  

 

Mehr Effizienz. Weniger Excel.

Manuell Daten sammeln und in Excel Tabellen aufbereiten ist eine monotone Aufgabe, die die Fähigkeiten deiner Mitarbeitenden kaum fordert. Das Talent und die Zeit deines Teams wird an anderer Stelle wesentlich dringender gebraucht.  

Hier bietet sich die Anwendung eines Business Intelligence Tools an, das die langwierige Recherchearbeit übernehmen kann und stets die neuesten Daten liefert. Dabei geht es nicht darum, Mitarbeitende durch eine Technologielösung zu ersetzen. Vielmehr soll dadurch das Team entlastet und mehr Zeit für wichtige Aufgaben geschaffen werden.  

Diese Herangehensweise bringt so einige Vorteile:  

Es beginnt mit konstantem Live-Zugriff auf aktuelle Markt- und Nachfrageüberblicke, OTB-Daten sowie Preise und Konditionen der Konkurrenz. Das spart viel Zeit, weil man Daten nicht mehr manuell sammeln und aufbereiten muss. Damit sind auch veraltete, statische Excel Tabellen endlich Vergangenheit. Denn mit einem BI-Tool kann man die Informationen, die man gerade braucht, jederzeit in einem Klick im gewünschten Format abrufen.  

So kannst du direkt Aufgaben wie Preisoptimierung, die Analyse deiner Positionierung oder die Entwicklung neuer Strategien in Angriff nehmen. Das heißt: schneller und besser auf Änderungen im Markt reagieren und die Umsätze dadurch steigern.  

 

Einen Schritt weiter: komplette Automatisierung  

Wenn du mit deinem BI Tool erste Erfolge erzielt hast und dein Umfeld gut verstehst, kannst du erneut überlegen, ob sich ein RMS für deinen Case überhaupt lohnt.  

Gerade wenn dein Markt sehr dynamisch ist, hilft ein RMS, das Preise bei schwankender Nachfrage automatisch aktualisiert. Es spart dir noch mehr Zeit, weil du deine Raten nicht mehr selbst ändern musst. Außerdem erlaubt es dir, schnellstmöglich auf jede noch so kleine Änderung im Markt zu reagieren. Damit bist du immer optimal positioniert und maximierst die Umsätze.  

Da die Arbeitslast und Bedürfnisse von Hotel zu Hotel verschieden sind, ist es wichtig gut abzuwägen, welches Tool für dein Haus am besten ist.  

Sieh' dir die Prozesse an: Recherchierst du manuell? Wo könntest du sonst Zeit sparen? Wie dynamisch ist der Markt, in dem du dich bewegst?

Teste verschiedene Tools und miss die Erfolge. Wo ist die Investition gerechtfertigt und wo ist sie überflüssig?  

Oft reicht ein solides Business Intelligence Tool aus, um Prozesse und Resultate zu optimieren und gleichzeitig die Kosten in Schach zu halten. Für ein RMS ist gegebenenfalls immer noch Zeit.

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